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Land unter in Rinkerode

Land unter in Rinkerode
Wenn man so viele Jahre läuft wie ich, sollte man schon eigentlich alles erlebt haben. Sollte! Beim gestrigen Lauf in Rinkerode kam noch eine Erfahrung hinzu. Einen 10-km-Lauf bei derartigen Bedingungen zu absolvieren, habe ich bislang noch nicht gehabt. Und so wie mir ging es offensichtlich allen anderen auch. Kopfschütteln über das Wetter und die Bedingungen wo man auch hinschaute. Der Halbmarathon musste gar abgesagt werden. Kein Wunder, im Radio hatte man schon auf lokalen Starkregen hingewiesen.

Eine halbe Stunde vor dem Start des 10ers öffnete der Himmel die Schleusen und es regnete, angereichert durch Hagel, was runterkommen wollte. Das Startareal in Rinkerode, ein Schlackeplatz, stand in weiten Teilen unter Wasser. Fünf Minuten vor dem geplanen Start hörte der Regen auf. Die dunklen Wolken hatten sich allerdings noch nicht verzogen. Der Start wurde verschoben. Der Veranstalter prüfte, ob die Strecke überhaupt zu belaufen sei. Nach ca. 15 Minuten dann der Startschuss. Kaum hatten wir 500 m zurückgelegt, fing es wieder an zu regnen und der Regen wurde immer stärker. Die Straßen waren eine einzige Pfütze. Nach etwa der Hälfte der Distanz kam auch noch Hagel und Sturm hinzu. Das tat schon weh auf der Haut.
Die letzten Kilometer gehen in Rinkerode durch den Wald. Hier war es so dunkel, dass man kaum noch was sehen konnte. Der Untergrund bestand entweder aus Schlamm oder knöcheltiefen Wasser. Man konnte nur erahnen, wo man hintrat. Das war nicht ganz ungefährlich. Der Zieleinlauf stand völlig unter Wasser. Mir reichte es ungefähr bis zur Wade. Alle die ins Ziel einliefen, bekamen Applaus von den Halbmarthonis, die unter einem schützenden Dach das Spektakel verfolgten.
Irgendwie versuchte der Veanstalter die Ergebnisse zu erfassen. Zeiten und Platzierungen gerieten zur Nebensache - Hauptthema in den Gesprächen war das Wetter.

Anne schlug sich sehr tapfer. Sie kam als Gesamterste jubelnd ins Ziel. Ihre Zeit war 45:33 Minuten. Bedenkt man, dass sie sich noch im Wald verlaufen hat, dann war das gar nicht so schlecht. Ich selbst finishte nach 41:09 Minuten. Für einen Aquathlon nicht so übel;-) Ich durfte mich über den ersten Platz in der M50 freuen. Für den 15-Euro-Gutschein von Buch.de, den ich dafür bekam, werde ich mir wohl einen spannenden Krimi holen.
Übrigens das Foto habe ich in New York gemacht. Dort wurden wir auch einmal von einem Starkregen überrascht, der in kürzester Zeit die Straßen unter Wasser gesetzt hatte.
Comments (1)  Permalink

Comments

Rolf @ 10.08.2008 21:15 CET
Hallo Michi!

Ich möchte Dir und Euch zu der gelungen Veranstaltung gratulieren!
Was Du, Gregor, Stefan und all die anderen auf die Beine gestellt habt ist schon bewunderswert.
Da ich nicht alle kenne, die daran beteiligt waren, wäre ich Dir dankbar, wenn Du diese Anerkennung weiterleiten würdest.

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