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by michi
@ 13.05.2012 15:32 CEST

Als ich gestern Abend in der Pizzeria war, suchte ich etwas nervös in meinem iPhone die Resultate vom Frauenlauf in Berlin, dem größten Frauenlauf in Deutschland. Johanna Rellensmann war dort am Start und im Laufe der Woche hatte ich ihr eine nicht ganz ernstgemeinte E-Mail mit dem Betreff: "Zeig ihr die Hacken" gesendet. Gemeint war Irina Mikitenko, die im Vorjahr diesen Lauf gewann.
Eigentlich wollte Johanna zusammen mit ihrer Mama, Susanne und Britta Drude den Lauf als reinen Spaßlauf angehen, eigentlich. Am Vorabend schickte ich Johanna noch eine SMS. "Wenn du dich gut fühlst und die Bedingungen passen, dann laufe eine 38er Zeit. Du kannst das!" Das wäre Johannas erste Zeit unter 39 Minuten über 10 Kilometern.
Als ich dann die Ergebnisse fand, schlug meine Nervosität in Freude um. 11. Gesamtrang in 38:56 Minuten! Was willst du mehr. Das Wissen darum, was jemand kann und die Umsetzung sind oft zwei Paar Schuhe. Diesmal hat es gepasst. Insgesamt erreichten in Berlin 4595 Läuferinnen über die 10 km das Ziel. Die erwartete Siegerin hieß Irina Mikitenko, die es nach dem London-Marathon mit einer 33er Zeit noch "ruhig" angehen ließ.
Susanne Rellensmann belegte in 45:43 Minuten den 5. Platz in der AK W50 und Britta Drude kam nach 48:52 Minuten ins Ziel.
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by Michi
@ 12.05.2012 10:39 CEST

Der starke Wind beim gestrigen Abendlauf in Dülmen hielt Klaus Brinker nicht davon ab, über 5 km eine neue Bestzeit zu laufen. Man musste sich auf den zwei Runden sein Rennen klug einteilen. Bei den Gegenwindpassagen hieß es, Kräfte sparen, um dann auf dem restlichen Streckenabschnitt Tempo zu machen. Klaus bekam das wunderbar hin und lief als Gesamtvierter und Sieger in der M35 nach 17:38 Minuten ins Ziel.
Nachdem Anne Holtkötter in der Vorwoche nach langer Wettkampfpause ein überraschend gutes 10-km-Resultat in Emsdetten erzielt hatte, rechnete sie sich für die 5 km eine Endzeit von etwa 20:45 aus. Das klappte fast auf die Sekunde. Anne wurde in 20:51 Minuten zweite im Gesamteinlauf der Frauen und erste in der W50.
Ich selbst wollte mein schlechtes Resultat vom Zoolauf in Münster revidieren. Nun ist es kein Geheimnis, dass mir die Kraft für Läufe gegen den Wind fehlt. Dementsprechend waren meine Erwartungen nicht zu hoch gesetzt. Einen Schnitt von 3:50 min/km (19:10 Endzeit) war mein Wunschziel. Am Ende waren es 19:13 Minuten und der Sieg in der M55.
Der Lauf in Dülmen war so für uns drei sehr erfreulich und die nächsten Läufe können kommen.
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by michi
@ 05.05.2012 11:07 CEST

Im Grunde bereitet sich Timo Mersmann 12 Monate auf einen, auf seinen Lauf, auf seiner Strecke vor, zumindest gedanklich. Sein Lauf ist der Halbmarathon beim Emsdettener Teekotten-Lauf. Timo ist gebürtiger Emdettener und er liebt die Strecke bei seinem Heimrennen. Gestern war es wieder soweit. Schon vor dem Start verkündete er, dass er sich gut fühlen würde. Das kommt nicht so oft vor. Die letzten Trainingseinheiten hatte Timo ganz bewusst sehr zurückhaltend absolviert, um Kraft für den Wettkampf des Jahres zu tanken. Zu seiner positiven Grundstimmung trug das Wetter bei. Es war nicht zu warm und der teilweise recht kräftig blasende Wind störte ihn nicht. "Eine 1:18:30 möchte ich heute laufen." Damit gab Timo sein hochgestecktes, aber realistisches Ziel vor.
Im Rennen hatte er sich schnell von der übrigen Halbmarathonkonkurrenz gelöst. Der einzige Begleiter in der zweiten Runde war das Führungsfahrrad. Als Timo auf der langen Gerade zum Zieleinlauf in Sicht kam, wurde klar, dass er die Zielzeit schaffen würde. Und er schaffte es nicht nur, er blieb deutlich darunter. Timo siegte in 1:16:45 Stunden. "Ich bin sehr glücklich," lautete sein kurzer Kommentar. Die tiefe Zufriedenheit war ihm anzusehen.

Timo blieb nicht der einzige Zufriedene bei dieser Veranstaltung. Nach fünfmonatiger Wettkampfpause hatte sich Anne Holtkötter überlegt, über 10 km zu starten. "Das ist dann in jedem Fall ein gutes Freitagtraining," meinte sie. Nach meinem Hitzerennen der Vorwoche wollte ich sie begleiten. "Nur nicht zu schnell anfangen. 4:30 habe ich mir gedacht," gab sie zur Antwort auf die Fragen nach ihrem beabsichtigten Tempo. Gesagt getan. Bei Kilomter 1 zeigte die Uhr 4:30 Minuten. Dann gab sie mir den Hinweis, etwas schneller zu laufen. Ab dem vierten Kilometer hatten wir uns auf einen Schnitt von 4:11 Minuten eingepegelt. Anne ließ auch auf den letzten beiden Kilometern nicht nacht und nach 42:30 Minuten stand ihr Gesamtsieg fest. Anne hatte überhaut nicht damit gerechnet, denn sie kann nur sehr vorsichtig und mit wenig Umfang trainieren. In der Vorwoche betrug der Wochenschnitt mal gerade 17,5 Kilometer. Andere würden sich dafür gar nicht erst umziehen, andererseits aber auch nicht solche Zeiten laufen.
Den Vereinserfolg machten Sybille Stein (45:41) und Eva Schönfeld (45:55) auf den Rängen zwei und drei perfekt. Sichtlich zufrieden mit ihrer Zeit von 55:52 Minuten war auch Martina Pösentrup.
Weniger zufrieden mit ihrer Leistung waren Klaus Brinker und Arne Fischer. Klaus meinte: "Die erste Hälfte war noch gut, aber dann merkte ich meine Beine und den Wind." Mit der Zeit von 37:55 Minuten als Gesamtfünfter lief er ins Ziel. Arne ging den Wettkampf sehr offensiv an, vermutlich zu offensiv. 19:22 zur Halbzeit waren schon eine Ansage. Aber auch ihn verließen auf der zweiten Hälfte die Kräfte und der Gegenwind tat sein Übriges. Am Ende war es eine Zeit von 39:47 Minuten, die ihn nicht zufriedenstellte.
Maria und Hermann Hemsing hatten für die 5-km-Distanz gemeldet und machten nach dem Lauf keinen unzufriedenen Eindruck. Warum auch. Hermann lief 22:21 und Maria 26:27 Minuten.
Am Ende der Veranstaltung wurde es richtig unangenehm. Der Wind blies kräftig und kalt, sodass viele schnell nach Hause wollten.
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by michi
@ 28.04.2012 22:30 CEST

Zu einem richtigen Langstreckler gehört einfach die Erfahrung, 10.000 m auf der Bahn gelaufen zu sein. Nicht selten sind das 25 Runden, begleitet von Selbstzweifeln, ob das wohl eine kluge Entscheidung war.
Heute fanden in Lüdenscheid die Westdeutschen Langstreckenmeisterschaften statt. Pünktlich zu diesem Ereignis schlug das Wetter um. Hatten wir am Freitag noch 13 Grad, so waren es heute im Schatten in Lüdenscheit 28 Grad Celsius. Aber das Stadionoval lag komplett in der Sonne, sodass es auf der Bahn schon über 30 Grad waren. Noch dazu ging kein kühlendes Lüftchen. Gut beraten waren alle, die äußerst vorsichtig angingen. Manch einer stieg vorzeitig aus, weil er das Rennen im Tempo wie gewohnt anging. Das rächte sich vielfach.

Johanna Rellensmann gab ihr Debüt auf dieser Distanz. Nur vier Frauen wagten sich, dieses Abenteuer anzugehen. Johanna lief sehr klug und kontrolliert. Die ersten drei Kilometer absolvierte sie in 11:45 und ebenso schnell waren auch die letzten drei Kilometer. Sie lief sehr gleichmäßig und blieb mit 39:48 (inoffiziell) noch unter 40 Minuten. Das bedeutete die Vizemeisterschaft.
Ich selbst hatte großen Respekt vor der Hitze und ging kein Risiko ein. Am Ende war es eine Zeit um 41:40 Minuten. Das passt zu meinem aktuellen Leistungsstand und den äußeren Bedingungen. In den Tempo hätte ich auch noch ein zwei Kilometer weiterlaufen können, aber besser so, als im Ziel mit Kreislaufproblemen zusammenbrechen, wie in dem Lauf vor meinem.
Gratualtion an Johanna.
Übrigens, so entspannt, wie Johanna vor dem Wettkampf war, so lief sie auch die 25 Runden.

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by Michi
@ 25.04.2012 18:34 CEST
Wir lieben doch alle leckeres Essen. Und wir lieben es noch mehr, wenn es super toll angerichtet ist. Wie man das macht und wie man es dann "dauerhaft" mit Fotos festhält, kann man lernen. Hier der passende Hinweis dazu:

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by Michi
@ 21.04.2012 19:12 CEST

Jana hat sich getraut. Und zwar heute. Sie hat ihren Stefan geheiratet und hört jetzt auf den Namen Kappenberg. Daran muss sie sich ebenso gewöhnen, wie alle andern in ihrem Umfeld. Der Standesbeamte bewies Humor und Jana hatte so Gelegenheit, ihr charakteristisches Lachen zu präsentieren. Nach ganz vielen Umarmungen und noch mehr Glückwünschen gab's noch eine kleine Feier "auf'm Hoff". Stefan ließ in sechseinhalb MInuten sechs gemeinsame Jahre sehr unterhaltsam Revue passieren. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Aprilseite - von Sonne bis Hagelschauer war alles dabei. Aber bei schönem Wetter kann schließlich jeder heiraten;-) Herzlichen Glückwunsch.

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by michi
@ 13.04.2012 12:11 CEST

Johanna Rellensmann und Arne Fischer liefen beim Läuferabend in Rheine (11. März) neue Bestzeiten. Zunächst ging Arne über 800 m an den Ablauf. Ziel war es, seine bisherige Bestzeit von 2:19,70 Minuten zu unterbieten. Mit der Zeit von 2:16,99 Minuten gelang ihm dies sehr eindrucksvoll. Das bedeutete zugleich den Sieg in der AK M40.
Zusammen mit Johanna stand Arne dann noch über 3.000 m an der Startlinie. Auf dem ersten Kilometer sorgte Arne für ein gleichmäßiges Tempo. Vorgabe des Trainers war hierfür 3:40 Minuten, um eine Endzeit für Johanna von unter 11 Minuten zu ermöglichen. Mit der Zwischenzeit von 3:39 Minuten klappte das hervorragend. Auf dem zweiten Kilometer übernahm dann Johanna die Führung und die Uhr zeigte 3:37 Minuten für den zurückgelegten Kilometer an. Auf den letzten 1.000 m konnte sie mit 3:31 Minuten noch mal deutlich zulegen und überquerte nach 10:47,39 Minuten die Ziellinie. Arne, der noch die 800 m in den Beinen spürte, folgte nach 11:00,34 Minuten. Beide waren mit diesen Resultaten sehr zufrieden. Johanna hatte sogar das Gefühl, dass da noch mehr drin sitzen könnte, da ihr der erste Kilometer sehr leicht gefallen sei.
Johanna gewann mit Ihrer Zeit überlegen die Frauenwertung. Sie hatte eine Minute Vorsprung vor der Zweitplatzierten. Für Arne reichte es immerhin noch zu Platz 2 in seiner AK.
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by michi
@ 01.04.2012 13:00 CEST

1:08:20 Stunden lief Pascal Hille heute beim Berliner Halbmarathon. Damit landete er in dem hochklassigen Feld, bei dem allein fünf Kenianer unter 60 Minuten blieben, auf dem 28. Gesamtrang. Nur fünf Deutsche konnten sich vor Pascal platzieren. Pascal blieb mit dieser Zeit noch knapp vor der ersten Frau. Seine eigene bisherige Bestzeit, die er erst am 26. Februar 2012 in Hamm aufgestellt hatte, unterbot er um 2 Minuten und 8 Sekunden. Klar, dass dies auch ein neuer Vereinsrekord ist. Mit dieser Klassezeit dürfte Pascal auch am Jahresende unter den bestern 30 Deutschen sein. 2011 hätte es damit zu Rang 27 gereicht. Und das Jahr ist ja noch nicht zu Ende, wenngleich Pascal dies nur als Etappenziel für ein gute Marathonzeit ansieht. Am 29. April startet er in Düsseldorf. Das einwöchige Trainingslager auf Mallorca zeigt ganz offensichtlich positive Auswirkungen. Übrigens, die 10-km-Durchgangszeit von Pascal lautete 32:29 Minuten, wahrlich nicht schlecht!

Ein alter Bekannter des BROOKS-Münster-City-RUN gehörte zu den fünf Kenianern, die heute unter einer Stunde blieben. 2009 lief der damals 18-jährige Ezekiel Chebii den noch heute gültigen Streckenrekord in Münster von glatt 30:00 Minuten. In Berlin schaffte er den Halbmarathon als Gesamtdritter in 59:22 Minuten.
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by michi
@ 25.03.2012 17:52 CEST

Bei den Westdeutschen Straßenlaufmeisterschaften in Wickede (Ruhr) herrschte gestern ideales Wetter für die Zuschauer. Für die Läufer hätte es fünf bis acht Grad kühler sein dürfen, aber das hinderte einige nicht daran Bestzeiten zu laufen. Um 14.30 Uhr gingen die Frauen zusammen mit den "alten" Männern auf die Strecke.
Mit dabei Miriam Schröder. Sie hatte sich nach dem guten 5-km-Lauf in Münster (18:21 Minuten) am 10. März einen Schnitt von 3:48 Min/km vorgenommen, was eine Endzeit von 38:00 Minuten bedeutet. Gemessen an der 5er Zeit sicher realistisch, gemessen an ihrer 10-km-Bestzeit vom November letzten Jahres (38:45 Minuten) schon eine Ansage. Bei Kilometer 1 (Foto oben) passte es auf die Sekunde. Miriam lief ein ziemlich gleichmäßiges Rennen auf einer Strecke, die viele lange Geraden besitzt, aber auch einige Ecken aufzuweisen hat. Schließlich kam Miriam nach 38:04 Minuten als Gesamtachte und Vizemeisterin in der W35 ins Ziel. Sie freute sich total über ihre Zeit. Zu den ersten Gratulanten gehörten ihr Sohn, Tom und ihr Mann, Christian. Auf der Rückfahrt merkte Christian an: "Die Zeit unter 38 laufen wir dann zusammen."

Eine Stunde nach dem ersten Lauf gingen dann die Männer M45 und jünger an den Start. Zu ihnen gehörte Ibrahim Osman. Ibrahim schwebt schon lange eine Zeit von 33 Minuten vor, aber bislang scheiterte er daran. Noch am Start erkundigte er sich, wer im Feld denn so eine Zeit angepeilt hatte, damit er einen Orientierungspunkt besaß.
Beim Spurt in Richtung Ziel war klar, dass er sein Ziel endlich erreichen würde. Ibrahim lief 33:41 Minuten und sicherte sich den Titel des Westdeutschen Meisters in der Klasse U20 (ehem. Jgd. A). Bei dem Rennen machte er alles richtig.

Fast alles. Auf den letzten 100 Metern schaute er sich immer wieder um, wie man auf dem obigen Foto sehen kann. Ibo wusste, dass das Auto nicht sein Siegpreis sein würde. Er schaute nach der Konkurrenz. Aber wir wissen ja alle, bloß nicht umdrehen, sondern sich auf sich selbst konzentrieren. Gegen einen Läufer, der mit Speed an einem vorbeigeht, kann man ohnehin nichts machen. Da hilft auch kein Umdrehen. Das beherzigt Ibrahim dann beim nächsten Rennen.
Mehr Fotos von der gestrigen Veranstaltung findet man /hier/.
Übrigens, obwohl es am Morgen noch sehr frisch war und der Hochnebel in der ersten Stunde die Sonne von uns fern hielt, hat die Bergrunde nach zweiwöchiger Pause richtig Spaß gemacht, auch wenn meine Beine jetzt was anderes behaupten;-)
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by michi
@ 11.03.2012 18:29 CEST

Obwohl es vom gestrigen TUJA-Straßenlauf in Münster viel zu berichten gäbe, greife ich mir ein einziges Thema raus. Auf die Idee bin gekommen, als ich meine Fotos von der Veranstaltung durchgesehen habe.
Ich gehöre zu denen, die nicht müde werden, an alle zu appellieren, insbesondere im Wettkampf mit Körpersprache und Mimik die Freude am Laufen zu zeigen. Eine Bildfolge ist mir gestern per Zufall gelungen. Schöner könnten die Gegensätze kaum sein. Johanna Rellensmann vermittelt in Gänze das, was ich mir wünsche. Der unbekannte Läufer hinter ihr steht für das genaue Gegenteil.





Ich hätte aber auch das Foto von Miriam Schröder oder Nadine Borgmeier nehmen können. Nur hatte ich da nicht eine so schöne Serie;-)


Laufen kann tatsächlich Spaß bereiten, wie man sieht!